Bei Vorbildern ist es unwichtig, ob es sich dabei um einen großen toten Dichter, um Mahatma Gandhi oder um Onkel Fritz aus Braunschweig handelt, wenn es nur ein Mensch ist, der im gegebenen Augenblick ohne Wimpernzucken gesagt oder getan hat, wovor wir zögern.
Erich Kästner
Archiv für den Monat Januar 2008
Ein schwedisches Wort – nr. 24
“Knut” – tjugondag Knut
Heute räumen wir mal mit einem klassischen Werbetrick eines großen gelb-blauen Möbelhauses auf, was pünktlich zu Anfang eines jeden neuen Jahres seine Werbung lanciert und meint, ab sofort seien alle Preise im hiesigen selber billiger, weil Knut wäre und die Schweden wie die Bekloppten ihre Tannenbäume aus dem 20. eines jeden Hochhauses schmeißen würden.
Das stimmt so nicht. Weiterlesen
aufgesammelt nr. 52
Das Internet …
… unendliche Welten in Zeit und Raum, und verdammt “beschissen” zu managen. Und weil das neue Jahr auf den ersten Blick nichts Neues zu bieten hat, meldete sich gestern abend meine Fotodatenbank (Fotoarchiv) als abkömmlich an, so daß es nun wieder für mich heißt: Back to the roots. Was nicht weniger als abgestürzt heißen soll. Gott sei Dank haben sich die Datenbanken des eigentlichen Blogs dieser widerlichen und hinterhältigen Aktion widersetzt, so daß zumindest der Blog ohne Probleme läuft. Alles andere dann, wenn ich den datenbankenzerstörenden Troll gefunden habe – ein Avis wie immer dann hier an dieser Stelle. Da sag’ ich doch glatt noch mal:
Frohes Neues!!!
aufgesammelt nr. 51
Ein schwedisches Wort – nr. 23
en rollator/rullator
Das heute schwedische Wort ist nicht nur ein Begriff für ein Gehmobiliar, nein, es wurde auch noch gleich in Schweden erfunden, in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Gebraucht wird es inzwischen weltweit, so auch in Deutschland, allerdings gehen die Schweden, so zumindest meiner Beobachtung nach, weiteraus exzessiver in der Verwendung um als die Deutschen. Fährt man öffentliche Verkehrsmittel in Deutschland, z.B. Bus, so trifft man selten Menschen mit diesem Fortbewegungs-Unterstützungs-Apparat an. Hier in Schweden hingegen sollte man Benützer eines solchen immer in seine Reisezeit miteinberechnen – wenn die dann nämlich zu dritt oder gar viert an einer Bushaltestelle auftauchen, was sie grundsätzlich machen, dauert es Stunden, bis es weitergehen kann. Auch wenn solch ein Rollator, übrigens von att rulla = rollen abgeleitet, in freier Wildbahn durchaus praktisch und handlich ist, im Bus ist dieser ein Hindernis erster Klasse. Jedoch sind diese Rollatoren in Schweden so billig, daß sie sogar beim LIDL für nen Appel und nen Ei einem hinterher geschmissen werden, so daß ein solches Ding ab dem 50. Lebensjahr zur Grundausstattung eines jeden gehört. Und nun weiß sicher jeder, was gemeint ist:
ein Rollator (fahrbare Gehhilfe)
auch Mutti-Mercedes, Rentner-Ferrari, Pflasterporsche, AOK-Shopper, Hackenporsche genannt
Wer nun immer noch nicht weiß, was genau der Renke hier beschreibt, der gehe zu Wikipedia, dies kann hierzu Auskunft >>> geben. So wundert Euch also nicht, kommet ihr nach Schweden, hier wird der Rollator als reduntantes Verkehrsmittel benutzt.