Archiv für März 2008 Seite 3 von 8



Ein schwedisches Wort – nr. 33

(en) förkylning – (eine) Erkältung

Wer also in seinem lang ersehnten Schwedenurlaub damit konfrontiert ist, daß seine Nase von dannen läuft, der Hals sich wie Sandpapier anfühlt und der Kopf sich in die Luft zu sprengen droht, der gehe doch bitte einfach in eine Apotheke und sage das Schlüsselwort (ungefähr förchylning ausgesprochen), et voilà, wie in Deutschland wird er dann allerlei Mittelchen angeboten bekommen, welche die Leiden beenden sollen. Ich hingegen mache das ganz anders, da ich erstens schon Schwedisch kann und zweitens, was eigentlich viel besser ist, ich bestimmt gar nichts mehr sagen muß, beträte ich derzeit eine Apotheke – meine Nase ist derart rot, sie könnte wohl am Flughafen Arlanda eine Signallampe für den Anflug spielen. Aber man soll ja für alles gewappnet sein, und wenn es dann eben für eine blöde und fiese Erkältung ist. Gesundheit!

aufgesammelt nr. 101

Die Medizin macht enorme Fortschritte. In etwa 100 Jahren ist bereits ein wirksames Medikament gegen den Schnupfen zu erwarten.

aus: “Vorsicht, Medizin! 1555 Aphorismen und Denkanstösse” von Gerhard Kocher [ISBN 3-7225-0048-6, Ott/h.e.p. Verlag Bern, 3. erweiterte Auflage mit 88 Cartoons, 2006, S. 79]

Ganz schnell erzählt!

Wetter beim Abflug:

2008/03/24 BER-ARN-FAL

2008/03/24 BER-ARN-FAL

Wetter bei der Ankunft in Stockholm/Arlanda:

2008/03/24 BER-ARN-FAL

2008/03/24 BER-ARN-FAL

Das Maschinchen (ein Avroliner RegionalJet 85):

2008/03/24 BER-ARN-FAL

2008/03/24 BER-ARN-FAL

So, und das war es dann auch schon. Es schunkelte zwar alles ein bißchen, es war viel zu eng, meine Nachbarin schlief andauernd auf meiner Schulter ein, wollte dann wissen, ob sie ihre Linsen noch in den Augen hätte, ich schaffte den Zug um kurz nach 12 noch, mein Nachbar Daniel in Britsen lebt immer noch, in den Gärten scheinen die ganzen Grillapparate irgendwelchen Pseudo-Osterfeuern der Studenten zum Opfer gefallen zu sein, meine Pflanzen leben noch, und ich habe für heute genug. Jo.

Die restlichen Bilder aus Berlin sind übrigens im Fotoarchiv zu finden, einfach nur >>> hier dem Link folgen.

Bis später und Grüße an alle da draußen!

Berlin – in Bildern!

So, also Do ist ja nicht mehr viel passiert, der Freitag war der Sofa gewidmet, und Sa hieß es dem Schlechtsein den Vogel zu zeigen und abends mit der Katja die Welt auseinander zu nehmen und bei einem Alsterwasser künftige Absprünge über Gotland und Aufschläge in Falun zu besprechen (beim Friseur war er dann auch noch!!!). Jes. Und dann will ich einfach nur mal sagen: Danke Susanne, danke Sofa, dit war ein herrlicher Abend! Und danke Katja, schön, daß wir das nun endlich mal wieder hinbekommen haben! Und da ich nun müde bin, reiche ich einfach ein paar Bilder rein, die ich mit meiner neuen Kamera gemacht habe, vollständige Serie dann in den kommenden Tagen in meinem Fotoarchiv!!! [...] Fortsetzung ‘Berlin – in Bildern!’

Der Tag in Bildern!

2008/03/20 FAL-STHML-NYO-SXF
Stockholms central

2008/03/20 FAL-STHML-NYO-SXF
Stockholms central – Es war ein InterCity!

2008/03/20 FAL-STHML-NYO-SXF
Stockholms central – Und dies war dann ein Dubbeldäckare.

2008/03/20 FAL-STHML-NYO-SXF
Skavsta flygplats – mitten im Nichts.

2008/03/20 FAL-STHML-NYO-SXF
Skavsta flygplats – wahnsinnig große Check-in-Halle! Im Wald.

Und in Kurzform heißt das:

Um elf von der Uni zum Bahnhof, ab nach Stockholm, Barbara getroffen (danke nochmal!), weiter mit dem Zug nach Nyköping, zum Wald- und Wiesenflughafen Skavsta, dort drei Stunden auf den Abflug gewartet, irgendwann abgehoben, irgendwann in SXF gelandet (um 21 Uhr). Neue Kamera (eine Superschnitte) in Empfang genommen, ein Erdinger getrunken. Nun recht brachial dem Einschlafen nahe. Mit der Erkenntnis im Hinterkopf herumgeisternd: Nie wieder Ryanair. Und daß sich weder in Skavsta noch bei Ryanair irgendwas geändert hat (zuletzt von mir genutzt im Dez. 2005).

Gute Nacht sagend. Und einen schönen Karfreitag wünschend. God natt.

Ein schwedisches Wort – nr. 32

påsk – Ostern

Ja, nun ist es wieder soweit, ein weiteres Fest mit freien Tagen rast auf uns zu, die Arbeit ruht, man macht nichts Sinnvolles und liegt faul in der Ecke herum, oder nicht? Aus diesem Grund dachte ich mir, genauso wie bei meinen Schülern, wir lernen hierzu noch etwas – sprachlich eben. Denn Ostern ist ja nicht nur Ostern, nein, sondern da gibt es ja noch ein zwei Sachen herum, die man wissen sollte. Da gäbe es nämlich den in Deutschland allseits beliebten Osterhasen, auf Schwedisch Påskharen genannt, der hier allerdings nicht wirklich von Bedeutung ist. Dafür hat man hier die Osterhexe, auf Schwedisch Påskkärring, die allerdings weder auf dem Scheiterhaufen landet noch durch die Lüfte saust. Nein, vielmehr verkleiden sich die Kinder in Schweden als eine solche, laufen von Mensch zu Mensch, verschenken kleine Osterkarten und erwarten, wie immer eigentlich, im Gegenzug Süßigkeiten. Dennoch kennt man auch in Schweden das Osterei, also das Påskägg, meine Schüler allerdings bestritten vehemmt, sie würden noch welche selber basteln. Auch mein Einwand, die Familie würde sie hierzu vielleicht zwingen, unter Androhung ernsthafter österlicher Konsequenzen, wurde abschlägig beschieden. Völlig unbekannt ist in Schweden der Osterspaziergang, daher gibt es hierfür keine direkte Übersetzung, und ich will jetzt auch nichts basteln. Das Osterfeuer, auf Schwedisch Påskeld, ist in Schweden durchaus bekannt, jedoch ist nach Aussage einiger Faluner Einheimischer in unserer Gegegend völlig ungebräuchlich, man sollte es doch vielleicht mal im Süden von Schweden versuchen, wo man näher an den Deutschen dran sei. Uns hingegen ist das Påskmus fremd, das eigentlich nichts anderes als das >>> Julmust ist und dem Renke GAR NICHT schmeckt. Und obschon doch die Deutschen und die Schweden zumindest in der Sprache durchaus einige Gemeinsamkeiten haben, was die Osterfeiertage und deren Bezeichnung angeht, da schlittern wir völlig auseinander, denn Gründonnerstag wird hier Skärtorsdagen genannt, Karfreitag wird zum Långfredagen. Was wir dann Ostersonnabend nennen, wird hier zum Påskafton, der Ostersonntag zum Påskdagen, der Ostermontag zum Annandag påsk. Und wer nun an dieser Stelle vor lauter Påsk nicht mehr aus den Augen gucken kann und die Übersicht verloren hat, dem sei versichert, dies alles macht nichts, denn, man sollte sich vielleicht diesen einen Satz merken, weilt man mal in Schweden, zu Ostern, und will nett zu seinen Mitmenschen sein:

Frohe Ostern!

Glad påsk!

Und dies wünsche ich nun abschließend meinen Lesern auch, mögen alle ein bißchen Ruhe und Kraft finden, was dann nichts anderes heißt: Immer schön faul in der Ecke liegen!

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