Archiv für Juli 2008

Hitzeschaden!

Nö, also zwei grundsätzliche Sachen.

Erstens, wieso fährt man eigentlich bei diesem Wetter in den Süden und macht Palma unsicher? Backofenklima haben wir doch auch hier in heimischen Gefilden!

Zweitens, ich weigere mich, in diesem ungewohnt heißen Habitat irgendetwas zu veranstalten. Nicht mal das U-Bahnfahren macht mehr Spaß. Was nicht meint, daß mir langweilig sei, Flugzeuge gucken und den täglichen deutschen TV-Wahn zu verfolgen macht auch Spaß. Dies nun hier aber lang und breit auszuwerten – nö. Tja, so isset einfach manchmal. Und für morgen wünsche ich mir dann aber auch wirklich die groß angekündigten Unwetter und Tornados – soll doch alles kommen. Es wird Zeit!

Warnemünde!

Am Sonntag wurde Warnemünde unsicher gemacht, von meinen Schwestern, dem Kalle und mir. Und was soll man am Ende sagen? – War det schön. Wirklich schön! Meer, Wind, warm, verbrannte Füße, eine Strandmuschel und altbekannte Konsorten. Auch wenn man mit Problemen zu kämpfen hatte … [...] Fortsetzung ‘Warnemünde!’

Viehtransport!

Wie man auch in modernen Zeiten einen effektiven Transport von Vieh durchziehen kann, hat die Deutsche Bahn gestern mit der Fahrt des RE 33117 von Rostock Hbf. nach Berlin Hbf. bewiesen. Die Dichte des Viehs wurde übrigens während der dreistündigen Fahrt (bei einer Verspätung von 30 Minuten) bei jedem Halt kontinuierlich ausgebaut, schließlich soll so ein Viehwagen ja Gewinn machen und diesen auch noch maximieren, da wird das zu transportierende Gut einfach nur noch eine Zahl, deren Befindlichkeit bei weitem auf der Strecke bleibt. [...] Fortsetzung ‘Viehtransport!’

(Sicht-)Ecke

BILD meint: nr. 5

Innerhalb weniger Sekunden stürzte die Boeing 747 (Jumbo) von 12 000 auf 8000 Meter Höhe.

>>> bild.de zu einer Qantas-Notlandung (letzter Besuch: 2008/07/26)

Renke meint:

Danke, BILD, einmal mehr wird klar, daß Deine Redakteure alles können, nur den Journalismus nicht. Denn, schreibt doch das Australian Transport Safety Bureau in einer Pressemitteilung (Hervorhebung durch den Autor):

At approximately 29,000 feet, the crew were forced to conduct an emergency descent after a section of the fuselage separated and resulted in a rapid decompression of the cabin. The crew descended the aircraft to 10,000 feet …

>>> Australian Transport Safety Bureau, Media release 2008/22 (letzter Besuch: 2008/07/26)

Was übersetzt meint, daß die Crew des Fluges in einer Höhe von 29.000 Fuß gezwungen war, einen Notsinkflug auf 10.000 Fuß durchzuführen, nachdem ein Teil des Rumpfes verloren ging, das zu einem Druckabfall in der Kabine führte. Merke: 1 Fuß = 0,30479 Meter. Das macht summa summarum, wenn man 29.000 Fuß annimmt, 8.838,91 Meter. Fehlen also gute 3 km – dem Flugzeug an Höhe und der BILD an Hirn. Denn, so meint man meinerseits, wer kann es besser wissen als die Behörde, welche den Vorgang untersucht, nämlich besagtes Australian Transport Safety Bureau!?! Freilich, wenn mir eine solche Pressemitteilung zugänglich ist, sollte anzunehmen sein, ein gutbezahlter Redakteur findet soetwas auch. Und falls nun doch mal ein BILDscher Mitarbeiter das hier lesen sollte: 12.000 Meter entsprechen ungefähr 39.371 Fuß.

Und ganz am Rande, sozusagen ganz nebenbei, die Pressemitteilung der Untersuchungsbehörde erwähnt nicht mit einem Wort, daß das Flugzeug in einen Sturzflug übergegangen wäre, nein, sie teilt lediglich mit, daß ein Notsinkflug ausgeführt wurde, der sicherlich steil und unbequem war, aber genauso weit von einem Sturz entfernt ist wie Falun von Kapstadt.

Bauzaun-Weisheit!

Bauzaun-Weisheit - Kommunismus Schalalalala!

Seiten: 1 2 3 4 >>