Archiv für September 2008 Seite 6 von 8



Gesprengt! Gesprengt! Nr. 17

Verehrtes Publikum, ich darf nun wieder mal meine Userzahlen offenlegen, diesmal für Juli und August, man hat es ja in den Ferien alles andere als genau genommen, also mit der Zeit:

  • Besuche: 1.380
  • Seitenaufrufe: 2.871
  • durchschnittl. Verweildauer: 1 Minuten und 28 Sekunden
  • Traffic: 6 GB

Und die Webcam kommt diesmal mit ungefähr gar nichts daher, sie war nämlich aus.

So kann ich nun freimütig behaupten, der Blog hätte das Sommerloch gut überstanden (der Unterschied zu Mai und Juni ist marginal), allerdings sind wir hier ja nicht bei der BILD, die um Leser kämpfen muß damit das Geld sprudelt, deswegen formuliere ich das einfach mal ganz anders: Es freut mich, daß man auch im Sommer hier vorbeischaute, auch wenn es hier und da nicht so umfangreich von statten ging, wie man es sonst vielleicht gewohnt ist.

Überraschend hingegen ist, daß der Firefox Federn gelassen hat und fast gleichauf mit dem Internet Explorer liegt (beide bei ca. 40 Prozent), das war schon einmal anders, für Mai und Juni lag Firefox deutlich in Führung.

Sehenswert sind auch wieder die Suchbegriffe, mit denen man hier einläuft, in 96 Prozent aller Fälle von google:

  • animierter airbus hüpfend
  • blaulicht bumser schwerin
  • fauler elch
  • geldautomat von der wand gerissen
  • herr schmeiß hirn rüber gedicht
  • ich brauche taschentücher
  • schneehöhe ins schweden falun
  • suppe lieber als luft
  • viren lüge erkältung
  • wahnsinnige flughäfen
  • wetter im oktober 2008 in schweden

Es ist schon erstaunlich, was die Leute im Sommer alles wissen wollen! Schneehöhe in Falun, das Wetter im Oktober – und ich kann ihnen da nie so richtig weiterhelfen. Denn weder Schnee kann ich anbieten noch einen fundierten Wetterbericht für Oktober, das sollte nicht mal der Deutsche Wetterdienst schaffen. Wahnsinnige Flughäfen ist hingegen eine Suchanfrage, die ich durchaus verstehen kann, denke ich da nur an Berlin Tegel, einer der schlimmsten Flughäfen, die ich kenne. Die Lüge mit den Viren und der Erkältung allerdings ist mir unbekannt, und zwar gänzlich. Zwar sieht man sich ja nun schon fast täglich irgendwelchen Verschwörungstheorien ausgesetzt, aber auf dem Niveau einer Erkältung? Da kann man nur hoffen, der Blauchlichtbumser in Schwerin ist mit heiler Haut davon gekommen, die Wand, die einmal einem Geldautomaten Halt bot, wieder aufgebaut und der faule Elch gefälligst ein bißchen aktiver geworden, vor allem, weil bald die Jagd auf ihn wieder ansteht. Wovon ich am Schluß aber dringend abraten möchte, sind animierte und hüpfende Airbusse – weder dem Fluggerät noch den Passagieren sollte dies gefallen, es ist eben ein Flugzeug und kein hüpfender Gummiball, nicht wahr!?!

Voll im …

… Leben heißt es ja für gewöhnlich, hier in Falun allerdings münzen wir es zur Zeit um: Voll im Regen! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal solch eine lange Regenperiode erlebt habe, vielleicht sollte ich mal im Blogarchiv stöbern, meine aber, eine solche nicht zu finden. Auch wenn wir, das gebe ich offen zu, hier und dort den einen oder anderen Sonnenstrahl hatten, kann man trotzdem feststellen: seit dem ich aus Berlin heimkehrte, ist nicht ein Tag vergangen, an dem es hier mal nicht geregnet hat. Und dies schlägt sich langsam auch in den Launen der Menschen wieder. Renata putscht vor sich hin, wenn wir zusammen zur Uni marschieren, ich putsche vor mich selber hin, wenn ich alleine wieder zurück muß, die Lehrer putschen mit den Studenten rum, der Busfahrer mit den Fahrgästen und die Kunden bei LIDL mit dem Kassenpersonal. Etwas gereizt im Moment ist sie, die Falunsche Gesellschaft. Nebenher reizen mich diese Reflexionen über alles und nichts, und ein Ende ist nicht in Sicht. Also alles ganz toll und chic und supi. Lediglich die Natur, die putscht nicht, im Gegenteil, es scheint, sie nimmt noch einmal Anlauf, um dem Herbst von der Schippe zu springen, es grünt  zur Zeit wahnsinnig vor sich hin, hier in Falun, also eher sie, die Natur. Allerdings dachte ich immer, Pflanzen brauchen die Sonne? Wie auch immer, die erste Frostnächte stehen ins Haus, damit hätte sich das Thema so insgesamt geerdet.

Derweil scheinen in f-undre doch erste Mißtöne bezüglich unserer Küche zu entstehen, es hängt ein neues Schild an der Türe – mit roten Buchstaben, man glaubt es kaum. Ausgedruckt anscheinend mit einem Farb-Laser-Drucker. Vorbei also die Zeiten, als Renke mit seinem Füller Mahnung über Mahnung auf einen karierten Zettel schrieb, der einfach mit Tesa an entsprechender Stelle fixiert wurde. Sauberkeit sei doch wohl oberstes Gebot, ist zu vernehmen, tagelang sich selbst überlassene Pfannen im Spülbecken gar eklig. Nun, ganz meine Zustimmung erfährt diese Aussage, nur schreckt mich solch ein Anblick nicht mehr, gewohnt ist man ihn doch. Aber, man soll ja solch ein nobles Erziehungsprojekt nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilen, vielleicht hilft die Signalfarbe, ein Novum wirklich, für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen.

Ich selber widmete mich und widme mich nun, und dies wohl in Zukunft und alle Ewigkeit, den Reflexion, was, wie man anhand der letzten leeren Tage auf meinem Blog sehen konnte, zu einer tagesausfüllenden Aufgabe ausarten kann, eher ein Regieme möchte es nennen. Spaß ist zwar was anderes, notwendig aber alle Mal, sonst klappt das nicht so recht mit den Noten, die man ja schließlich zusammen basteln möchte (anders kann ich momentan den Vorgang des schriftlichen Reflektierens bei mir nicht nennen). “Es werde LIcht” – tja, wenn es doch endlich soweit wäre …

aufgesammelt nr. 173

Keine Kunst lernt eine Regierung schneller als die, Geld aus den Taschen der Leute zu ziehen.

Adam Smith (schottischer Philosoph, gilt als Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre), The Wealth of Nations (Book V)

aufgesammelt nr. 172

Die Kritik ist eine Steuer, die der Neid dem Talent auferlegt.

François Gaston Duc de Lévis (franz. Adeliger und General)

aufgesammelt nr. 171

Die kurze Thorheit ist die beste.

Magnus Gottfried Lichtwer der Jüngere (dt. Jurist und Dichter), Die zween Hähne

Verdächtige Ruhe!

Auch wenn es Wochenende ist, hier in Falun ist alles ruhig, schick und fein, zu ruhig meiner Meinung nach. Keine zerstörten Fensterscheiben an den Eingangstüren des Studiheimes, die Küchen sehen alle halbwegs normal aus, der Raucherraum gleicht nicht einem verkeimten Schlachtfeld, keiner rennt brechend durch die Flure – NICHTS. Nun kann man überlegen, ob dies vielleicht am Wetter liegt, ist es doch seit Tagen gleich, was meinen will: grau, kalt, regnerisch. Oder, die wahrscheinlichere Variante, uns wurden dieses Semester wohlerzogene Austauschstudenten geschickt, welche sich auch noch nach den unzähligen Partys der letzten Tage sicher und friedlich durch die hiesigen Hallen bewegen können. Bleibt anzuwarten, wie lange dies Bestand haben wird.

Man selber ist gut in seinen alten Trott zurückgekehrt – im Moment gibt es wieder viel zu lesen. Ab und zu werden die Planzen mit Wasser bedacht, die eine oder andere Runde um den Östanforsån gelaufen, aber eigentlich nichts weltbewegendes. Ich kann also im Moment nicht wirklich etwas neues berichten. Doch, eines vielleicht, der LIDL hat seine sonntägliche Öffnungszeit um eine Stunde ausgeweitet – anstatt von 16 nun bis 17 Uhr der volle LIDL-Rausch, wem es beliebt. Wenn das keine Neuigkeiten sind, nicht wahr!!!

So kann ich nur allen einen guten Start in die neue Woche wünschen, und wer noch ein bißchen Fotos schauen möchte, ich habe eine Auswahl meiner unzähligen Föhr-Fotos in mein >>> Fotoarchiv eingearbeitet.

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