Da fährt man nichts ahnend auf der A 114, dem berühmt berüchtigten, in Betonplatten zu Honis Zeiten erschaffenen Autobahnzubringer, von Pankow zum Berliner Ring, genießt das Ganze bei sanften 80 km/h (ansonsten hebt das Auto ab), ein leichter, dennoch deutlichter Knall – und die Windschutzscheibe ist getroffen, Steinschlag. Davon abgesehen, daß eine von mir angedachte Schnellfahrt auf dem Berliner Ring sich vollends erübrigte (man will ja so eine Windschutzscheibe bei Geschwindigkeiten jenseits von 100 km/h nicht ins Gesichte bekommen, sollte sie sich zur kompletten Zerfledderung entscheiden), war Mama, es ist doch ihr Auto, schwer begeistert, nachdem mein Bericht mündlich bei ihr eintraf. Wäre ich doch einfach mit der Heidekrautbahn zu meinem Ziele bei Berlin aufgebrochen (ich hatte etwas bei meiner Abreise am Sonntag dort vergessen – deswegen ein erneuter Ausflug am heutigen Tage dorthin). Das fängt alles wieder mehr als fantastisch hier an, es fehlte nur noch, die Scheibe wäre nicht reparabel, dann ruft wohl wieder die Selbstbeteiligung der Versicherung …
Archiv für Juni 2009
Jes, jes, jes – am 30/10/2009, mit meiner Viola … ich gehe buddeln, vor Freude (wie peinlich) : -)
Genau, daß noch kein Video von dieser zu sehen ist, liegt einfach daran: es gibt diesmal keines (nordische Wünsche schlugen fehl). Denn: Flieger zu voll (man will ja seinem Nachbarn nicht seine Kamera als einzige Aussicht anbieten) und einfach zu schlechtes Wetter in der Hauptstadt, man sah bis zum Aufklatschen nichts, rein gar nichts. Macht aber nichts, ich bin ja nicht das letzte mal geflogen – NIEMALS.
So, und nach einer kurzen Rast, einer wunderschönen Feier einer Freundin (es schlug 30 bei ihr), falle ich nun ins Bett, um dann morgen völlig frisch bei meinen Patenkindern und der Ina einzufallen, für ein ganzes Wochenende.
In diesem Sinne, bis später und einen Gruß von mir aus Berlin, hinein in die Welt.

2009/06/13 Falun/Varpan – Bojsenbeach
Denn, in genau ziemlichen acht Stunden heißt es wieder: Rein in den Zug, einmal in Borlänge umsteigen, durch Avesta-Krylbo durch, nach Arlanda hochfahren, die Tasche (was erzähle ich hier: den 20 kg schweren Koffer) am Check-In abliefern, das Maschinchen betreten, die Gurte festzurren – take off. Sieben Wochen also wird mein Falun ohne mich auskommen müssen (wahrscheinlich wird ihm das ohne weiteres gelingen), ich befürchte, ich werde es schon wieder nach dreien vermissen – ein bißchen nur, natürlich!
Und inständig hofft man hier auf meiner Seite, wir sind morgen schneller in Berlin als die vorhergesagten Unwetterchen, nicht, daß der Flug oben bleiben muß, weil unten die Hölle ausgebrochen ist.
In diesem Sinne, allen Lesern einen passablen Sommer wünschend, hier und da vielleicht auch schön, und ich lasse sicher von mir hören (also eigentlich ganz bestimmt), sage ich einfach: Bis später!

2009/06/23 Falun – Östanforsån
Myggkrig!
Richtig, lieber Leser, Dalarna befindet sich im Krieg, schwedisch krig, und in was für einem! Helikopter steigen auf am >>> unteren Dalälven, mehr als 2.000 Hektar Fläche werden bombardiert, ein Dorf ist bisher davongekommen (>>> Gysinge, es wird auf Grund einer Anordnung durch die zuständige Kommune nicht behelligt und gehört eigentlich auch gar nicht mehr zu Dalarna), zum Kampfe wird dennoch geblasen, ein biologisches Kampfmittel seinen Einsatz findet.
Und das alles, um einem kleinen Vieh den Garaus zu machen: der Mücke, schwedisch mygg. Das zumindest schreiben >>> Dalarnas Tidningar und sprechen eben ganz unverhohlen davon, daß der Mückenkrieg nun beginne. Aber, wie nicht anders zu erwarten, schmeißt man in Schweden nicht einfach die Chemie vom Himmel herab, im Gegenteil, es wird, so berichtet der Artikel weiter, das Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis in die Fluten des unteren Dalälven eingebracht, der die Mückenlarven derart im Verdauungstrakt schädigt, daß sie nicht umhinkommen, zu sterben. Nun, inwiefern dieser kämpferisch Akt wirkt, vor allem nur auf die Mücke begrenzt, bleibt außen vor, eine praktische Erfahrung meinerseits, sozusagen eine Eruierung, kann nicht getätigt werden, bin ich doch bald weg. Mitteilen kann ich aber schon, daß mein neuerlicher nächtlicher Ausflug an den Varpan, mein Verweilen im Buschwerke und am Schilfe, ausgereicht hat, um u.a. meinen Arm reich zu verzieren. Falun scheint also den myggkrig entweder erst gar nicht gestartet bzw. zur Gänze verloren zu haben.
Und so lernen wir also, daß ein Tourist beim Erblicken des Wortes myggkrig(et) keineswegs seine Koffer packen muß und Eile geboten ist, dem Lande der Elche, Feen und Trolle (und natürlich IKEA) den Rücken zu kehren, gar in Panik verfallen muß und die Fähren gen Heimat stürmt . Im Gegenteil, ein bißchen Amüsement sei angebracht, just bei diesem Worte, vielleicht ein Mückenspray von Vorteil. Und der feste Glaube daran, daß so ein
Mückenkrieg
gewonnen wird. Den besten Stand haben natürlich diejenigen unter meiner Leserschaft, die der Mücke und ihren Stichen etwas abgewinnen können, denn dann ist es eigentlich völlig schnuppe, ob der Mensch seinen Mückenkrieg bewerkstelligt bekommt oder nicht.
Da wünscht man meinerseits doch fast schon einen schönen Sommer, aber eben nur fast, wir sind noch nicht am Ende …




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