Archiv für März 2011

Der Anfang vom Ende … Abschluß.

Am gestrigen Tage ging nun also das Kapitel Falun wirklich seinem Ende entgegen, auch wenn das im Moment alles surreal wirkt. Allerdings hatte ich auch noch nicht wirklich Zeit, eingehend darüber nachzudenken, was in den letzten 72 Stunden so passiert ist. Denn am Samstag schlug ich mich (für meinen Sommerjob) im Stockholmer Schloß und im Vasamuseum herum, Ausbildung zum Touristenführer, um hiernach das Auto gen Falun zu steuern, in welchem man dann nur noch sein geliebtes Bett aufsuchte. Am Sonntag wagte man sich dann ins Chaos hinein, irgendwie müssen ja sechs Jahre Falun ausgeräumt werden, wobei ich dann gegen Mitternacht ernste Zweifel hatte, ob der Übergabetermin am Montag um 14 Uhr wirklich zu halten sein könnte. Er konnte. Das Auto war bis oben hin voll, hier und da wurde einiges dem Faluner Recyclingzentrum zugeführt,  und um 17 Uhr hieß es dann: Stockholm, ich komme. Man kann sich bestimmt vorstellen, nachdem ich von Sonntag zu Montag nur drei Stunden geschlafen hatte, daß mit mir gestern abend nichts mehr anzufangen war. Und auch der heutige Tag ist noch von den Chaostagen betroffen, ein Falunkater sozusagen. Dies hatte auf der einen Seite zur Folge, daß ich im Pendeln (S-Bahn) vor mich hindöste und bald meine Station verpaßte, auf der anderen vermochte ich kaum, die schwedische Sprache angemessen zu benutzen, die armen Schüler. Und alt werde ich auch heute nicht, ganz und gar nicht, bin aber froh, daß der Umzugsspuk vorbei ist. So sieht das im Moment aus. Ich darf mich nun also Neustockholmer schimpfen, wir werden sehen, ob dies gutgehen wird. Für heute zumindest der eindeutige Befund: ja. Für die Zukunft: Ich werde berichten!

Der Anfang vom Ende … IV.

Erschreckend, grotesk, widerlich – so möchte ich einfach mal die Situation am heutigen Tage beschreiben: Wieviel Tinnef kann man eigentlich in sechs Jahren auf 15 m² einsammeln und anhäufen?

Ich schmeiße ja eigentlich so ziemliches alles weg. Ich sammle keine Zeitungen, meine Fotos sind alle digital, ich habe keine Briefmarkensammlung und ich pflege keine Brieffreundschaften. Meine studentischen, schriftlichen Ergüsse sind alle irgendwo auf dem PC, ich habe nur drei Paar Schuhe. Und trotzdem sitze ich im Moment vor einem Berg Tinnef, der irgendwie kompakt in einem Auto verladen werden möchte, um morgen die Reise in die Hauptstadt anzutreten.

Habe ich eigentlich jemals erwähnt, daß ich Umziehen hasse?  Es schneit im Übrigen. Nicht nur bei mir im Kopfe., sondern draußen vor dem Fenster.

Der Anfang vom Ende … III.

Nun hat es sich also endlich ergeben, daß meine Wenigkeit zwar noch nicht umgezogen ist, jedoch heute den ersten Arbeitstag in Stockholm hatte, und siehe da, eigentlich recht gut überlebt hat. Sicher, das abendliche Chaos in der Stockholmer U-Bahn ist noch etwas gewöhnungsbedürftig, man kann streckenweise mit den Zuständen in der Metro von Tokio mithalten, und daß man nun beim Überqueren einer jeden Straße wieder größstädtische Obacht walten lassen muß, das wird sich auch noch geben. Aber immerhin sind die Schüler hin und weg, schlägt der Renke im Klassenzimmer auf, man kriegt sie nämlich immer mit dem deutschen Dialekt im Schwedischen, den ich einfach nicht wegbekomme. Und da ich im Moment recht flexibel innerhalb Stockholms eingesetzt werde, kann ich diesen Vorteil auch immer wieder aufs Neue ausspielen, gnadenlos sozusagen. Jedoch kann ich auch nicht verheimlichen, daß ich am heutigen Abend tot bin, es sind eben doch viele neue Eindrücke. Nicht zu vergessen sei, daß ich ja Schwedisch in Falun gelernt habe und nun hier und da Probleme mit der Stockholmer Sicht auf die sprachlichen Angelegenheiten erfahre. Allerdings lernt der Mensch ja nie aus, ich will mich dessen nicht entziehen, und frage einfach, mit schönstem deutschen Dialekt, was denn nun eigentlich gemeint sei.

Das Wetter ist übrigens weit von dem in Deutschland entfernt. Das Wochenende in STHML zeigte sich zwar von der schönsten Seite, man konnte gar ausgedehnte Spaziergänge auf Södermalm, in der Innenstadt und in Gamla Stan unternehmen, der Tag heute allerdings läßt einen schon wieder argwöhnisch werden. Und darf man dem Wetterdienst glauben, so soll es am Wochenende endlich mal wieder schneien, was natürlich sein muß, wenn ich mit einem Mietwagen nach Falu gurke. Wenn das nicht wieder renksches Glück ist …

Tja, also so langsam wird es ernst. Ein Bein schon in STHML, ein anderes hängt immer noch in Falun. Bis zum Wochenende, und dann wird man sehen, ich werde einfach berichten.

2011/03/20 Stockholm (Tegnérlunden) - Dunkel. Aber mit Eis.
2011/03/20 Stockholm (Tegnérlunden) – Dunkel. Aber mit Eis.

Der Anfang vom Ende … II.

Auch wenn es hier in den letzten Tagen recht mau mit Informationen aussah, man lebt noch – gut sogar. Svärdsjö stand in der letzten Woche auf der Tagesordnung, inklusive der Diskussion, wie denn nun ein Deutscher aussieht, ist er denn sauer. Ich kann vermelden, ich weiß es nicht. Meine Wenigkeit war just in diesem Moment völlig guter Laune, mitten im Klassenraum, ich habe einfach eine Karikatur von Westerwelle zur Hilfe genommen. Und das alles im Deutschunterricht …

Wie auch immer, eben im Zug nach Falun sitzend, nach einem Wochenende in der Hauptstadt, wir hatten unverhältnismäßig viel Sonne [erreichen allerdings kaum Temperaturen jenseits des Minuszeichens vor der Null], kann ich kurz und knapp vermelden: Der Anfang vom Ende fällt dann doch recht kurz aus. Am heutigen Tage einen Arbeitsvertrag in STHML unterschrieben, am 20. dieses Monats geht es los, großer Umzug ein Wochenende später. Und dann war es das mit Falun. Irgendwie ein komisches Gefühl … ich vermisse die Schanze jetzt schon.

Alles weitere später.

Hobbypflege … Fliegen.


2011/03/05 * Take-off ESSA/ARN/Stockholm Arlanda, rwy 01L * Air Berlin 8101, A319-112, reg. D-ABGN


2011/03/05 * Approach/Landing EDDT/TXL/Berlin Tegel, rwy 26R * Air Berlin 8101, A319-112, reg. D-ABGN * Arriving from ESSA/ARN/Stockholm Arlanda

Einkaufswagen Küche, umfunktioniert.

Auch wenn ich nun inzwischen weit von dieser in F-down entfernt sein sollte, wahlweise in Sthml oder Berlin, bin ich immer wieder überrascht darüber, was in unserer Küche so alles getrieben wird. Nichts ahnend setzte ich am Freitagmorgen meinen Fuß in die Höhle der kulinarischen (studentischen) Kunst und entdeckte in dieser, wir haben doch so wenig Platz, dieses Gefährt, so mitten im Raume, nicht unbedingt platzsparend geparkt:

2011/03/04 Falun – Britsen {F-down}. Vehikel in Verpackung. Tolles Tapetenmuster im Hintergrund.
2011/03/04 Falun – Britsen {F-down}. Vehikel in Verpackung. Tolles Tapetenmuster im Hintergrund.

Bevor ich nun wieder den Ordnunsgong rausholte, ich habe mit Einkaufswagen im Studentenwohnheim einfach ganz schlechte Erfahrungen, und mich außerdem über die Verpackung wunderte, fiel mir eine Strategie ein: nachfragen. Und vielleicht auch mal von oben begucken. In Kombination beider Strategien erhielt ich einerseits eine plausible Erklärung und andererseits ein Schmunzeln auf dem Gesicht, möge “Die Mumie” allseits gute Fahrt in Britsen haben:

2011/03/04 Falun – Britsen {F-down}. Letzte Kiste?
2011/03/04 Falun – Britsen {F-down}. Letzte Kiste?

Vielleicht hilft es, zu erwähnen, daß hier eine Karnevalparty stattfand, am Freitagabend, die ich Gott sei Dank nicht miterleben mußte [ich hasse Karneval aus tiefstem Herzen], die als Anlaß für einige Studenten genommen wurde, einen Einkaufswagen zu entführen und umzugestalten, um hiernach dem Grusel zu frönen, ganz à la dem Film “Die Mumie”. Bedauerlich, daß sich bis zum jetzigen Zeitpunkt und vor meinem Aufbruch ins Wochenende keiner gefunden hat, der sich eingewickelt in Toilettenpapier oder Mullbinden in den Wagen wagte … Nächstes mal vielleicht. Schönes Wochenende!

Seiten: 1 2 >>