Eine Sache der Vorstellungskraft!

Ich habe es ja schon geahnt und befürchtet, der Titel >>> Und tschüs, S-Bahn! könnte unter Umständen nicht von ungefähr sein, allein die Vorstellungskraft, Berlin, Möchtegern-Weltstadt, würde ohne S-Bahn dastehen, reichte bisher nicht aus. Das könnte nun dieser Tage eine Änderung erfahren, denn unkt der Tagesspiegel inzwischen:

S-Bahn droht völlige Einstellung des Verkehrs

[...] Der Senat sieht keine Möglichkeiten, hier einzugreifen.

>>> Tagesspiegel-Online, Meldung vom 08/07/2009 (letzter Abruf: 08/07/2009)

Na dann, ich schlage vor, wir machen nun alle gemeinsam unsere Äuglein zu und versuchen einfach, uns vorzustellen, wie so eine Welthauptstadt denn ohne fünfzehn S-Bahnlinien funktionieren könnte, der Senat von Berlin möge sich doch bitte auch anstrengen. Sollte die gemeinsame Vorstellungskraft nicht ausreichen, schlage ich einfach einen Ortstermin zur direkten Ansicht vor – früge man mich, ich gäbe der S-Bahn noch eine Woche …

Und keiner ist es gewesen!

Und tschüs, S-Bahn!

Also, das Thema S-Bahn Berlin hatten wir auf diesem Blog schon mal >>> hier, und >>> hier und auch noch >>> hier.

Der neueste Streich von der S-Bahn-Berlin GmbH kann dann als Film >>> hier abgerufen1werden. Bemerkenswert: Geschäftsführer Tobias Heinemann kann nicht erklären, warum die S-Bahn Berlin GmbH die Sicherheit gezielt und bewußt gegen die Wand fährt. Anders formuliert: Es wird wohl schon nichts schief gehen, wenn Wartungsintervalle der Fahrzeugflotte um tausende von Kilometern überschritten werden, auch wenn dahingehend Auflagen vom Eisenbahn-Bundesamt und eigene Verpflichtungen diesem gegenüber existieren. Noch nie habe ich, wie in dem Film oben gesehen, einen Geschäftsführer erlebt, der so fantastisch seine eigenen Mitarbeiter, die Fahrgäste und die Öffenlichkeit im Allgemeinen, ich kann es nicht anders titulieren, verarscht, obschon das Eisenbahn-Bundesamt klipp und klar >>> mitteilt, daß die S-Bahn-Berlin GmbH ihrer gesetzlichen Pflicht eines sicheren Betriebes nicht nachgekommen ist. Wahrscheinlich muß in Berlin erst ein Zug während der Fahrt auseinanderfallen und Fahrgäste in den Tod reißen, bis bei der S-Bahn Berlin hier und da die Alarmglocken klingeln, was dann wahrscheinlich zu spät wäre und unter “zu Tode optimiert” abgelegt werden könnte. Erschreckend an dieser Stelle, und das sei hier explizit erwähnt, ist der Umstand, daß, so hat es den Anschein, alle bei der S-Bahn Berlin wissen, daß der ganze Laden nicht nur vor die Wand gefahren wurde, sondern eigentlich schon durch ist. Nur die Ebene der Geschäftsführung verweigert sich dieser Erkenntnis. Umso erstaunlicher ist es, daß die meisten S-Bahner hier in Berlin bis heute versuchen, dem Laden Schwung und Qualität zu geben, wie man >>> hier sehen kann (das FORUM sollte da ganz interessant sein).

Wer nun immer noch nicht genug hat, hier ein bißchen regionale Presse:

>>> Berliner Morgenpost

>>> Tagesspiegel

>>> Berliner Zeitung

PS.
Die S-Bahn Berlin GmbH hat dazu offiziell am gestrigen 29. Juni 2009 natürlich nichts zu sagen, wie die Übersicht ihrer >>> Pressemitteilungen eindrucksvoll vermittelt.

1 = Der Beitrag von der Abendschau (29. Juni 2009, gesendet um 19.30 Uhr) ist online nicht mehr verfügbar. Der damalige Geschäftsführer der S-Bahn Berlin GmbH Tobias Heinemann weigerte sich hartnäckig die Frage des Moderators zu beantworten, wieso die S-Bahn gegen Auflagen des Eisenbahn-Bundesamtes verstoßen hat (die Frage wurde insgesamt dreimal gestellt). Die Links der regionalen Zeitungen oben geben aber Auskunft über die Geschehnisse am besagten 29. Juni 2009.

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