Das wird ein Lottospiel!

Verspätungen und Flugausfälle
Turbulentes Wochenende erwartet

Wegen des eventuell turbulenten Winterwochenendes (8. bis 10. Januar) müssen Passagiere am Frankfurter Flughafen mit Verspätungen und Flugausfällen rechnen. Darauf hat der Flughafenbetreiber Fraport hingewiesen. […]

In den Terminals werden von Fraport und den Airlines Vorbereitungen für eine eventuell notwendige Versorgung der Passagiere getroffen …

>>> Meldung auf www.n-tv.de (2010/01/08)

Ich kann nur hoffen, daß man am >>> Flughafen Frankfurt am Main unter einer eventuell notwendigen Versorgung der Passagiere auch die Bereitstellung von Erdinger Weißbier versteht … dann wäre mir das nämlich zusammen mit meinen Büchern, die ich feierlich zum Weihnachtsfeste bekam*, schon mal ein wirklich kleiner Trost für das Nichterreichen einer Nordseeinsel, geplant für Sonntag von Stockholm-Arlanda via Frankfurt/M. und Hamburg-Fuhlsbüttel.

Spannend, wirklich spannend wird das. Da hilft nur Daumen drücken und durch! Einen kühlen Kopf bewahren fällt mir zur Zeit und im Übrigen gar nicht schwer, -24°C in Falun reichen nämlich völlig aus, um das Hirn zu lähmen.

* Da hätten wir:
a) Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 4.
b) Thomas Wieczorek: Die verblödete Republik.
c) John Madison: Nothing for Ungood. Deutsche Seltsamkeiten aus amerikanischer Perspektive.

Wie jetzt!?! nr. 15

Im Lichte der >>> Absetzung des Chefredakteurs beim ZDF Nikolas Brender liest man doch überall und fortwährend, wie Roland Koch seine Wirkung im Verwaltungsrat des Zweiten Deutschen Fernsehens sieht:

Die Abstimmung über eine solche Personalie sei ein normaler Vorgang, sagte Koch, der auch stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats ist. Er fühle sich in vollem Maße als Volksvertreter dazu legitimiert, die Verantwortung im Verwaltungsrat auszuüben.

u.a. bei >>> n-tv.de oder auch >>> tagesschau.de

Ein Volksvertreter will er also sein, der Roland Koch? Besonders dünn muß sie sein, die Luft in der Landeshauptstadt Wiesbaden, scheint sie doch dem Herren mächtig das Hirn vernebelt zu haben. Es mag sein, daß Herr Koch ein gewählter Volksvertreter in Hessen ist, es sei ihm auch zugestanden, deswegen Ministerpräsident sein zu dürfen. Aber wie er nun auf die völlig absurde Idee kommt, ein Vertreter des ganzen deutschen Volkes zu sein, bleibt schleierhaft. Anscheinend hat der hessische Landesfürst etwas Bodenhaftung verloren, denn im Parlament des deutschen Volkes sitzt er nicht, welches allein den Anspruch inne haben sollte, das deutsche Volk zu vertreten, auch wenn man nun darüber streiten kann, ob es dies tatsächlich tut. Zwar mag das Zweite Deutsche Fernsehen, das im Übrigen eigentlich ebenso wie alle anderen Medien durch >>> Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 im Grundgesetz verfassungsrechtlich geschützt ist und somit unabhängig von staatlicher Willkür sein sollte, seinen Sitz in Kochs hessischem Hoheitsbereich haben, allerdings ist damit nicht der hessischen Landesregierung und dem Hofherren Koch zugestanden, alleinige Lokalherrschaft in diesem zu installieren. Denn das ZDF hat einen Informationsauftrag für das gesamte Bundesgebiet und nicht nur exklusiv für das Bundesland Hessen, was mit seinen gut 6 Millionen Einwohnern zudem nicht einmal zehn Prozent der gesamtdeutschen Bevölkerung darstellt. Daher stößt es sauer auf, meint ein Lokaldespot ohne gesamtdeutschen Wählerwillen, er stehe als Volksvertreter für das ganze Volk und könne daher beliebig schalten und walten.

Früher hat man übrigens einen solch massiven Eingriff in die freie Gestaltung der Medienlandschaft als Unrecht bezeichnet. Heute reitet man eben auf dem Rücken der Demokratie durch das Land und macht sich die mediale Welt, wie sie einem gefällt – als demokratischer Volksvertreter natürlich.

Böses Internet!

Es ist mal wieder ergreifend, wie wenig man in Schweden doch in lokalen Medien darüber erfährt, was eigentlich im Lande so vor sich geht. >>> In die Luft fliegende Atomkraftwerke werden hier genauso ignoriert wie der Zusammenbruch des landesweiten WWW, auch Internet genannt, der mich (und Teile Norddeutschlands, ich danke noch einmal für die Hilfe) bald in den Wahnsinn getrieben hätte, so mitten in der Nacht, weil eben nichts mehr ging. Schon gar nicht, versuchte man etwas auf den Uniserver hochzuladen, was ausgerechnet gestern um 23:59 Uhr absolut notwendig war, jedoch sabotiert wurde. Davon abgesehen, daß ich langsam aber sicher die Contenance verliere in Sachen Internet, weil es schon nicht ordentlich funktioniert, auch wenn der DNS-Server im Land der Trolle und Elche einwandfrei seinen Dienst versieht, was aber wohl oder übel, ich arbeite da übrigens noch an der Beweiskette, an meinem Provider liegt, war es gestern einfach nur eine schlechte Zeit seitens der Internet Infrastructure Foundation, kurz auch nur >>> .se gennant, ein Update völlig gegen die Wand zu fahren. Unabhängig davon, daß mein Rechner wieder sehr nahe dran war, Flugunterricht übergeholfen zu bekommen, war das Internet im schwedischsprachigen Raum bis heute nicht ganz bei Sinnen und in sich völlig unsortiert, was dann unter anderem auch den Uniserver derartig belastete, daß mehrere wichtige Funktionen einfach brach lagen.

Nun muß man aber nicht annehmen, die großen Medien des Landes würden hierüber informieren! Im Gegenteil: Ein RSS-Feed eines anderen Blogs in Schweden, ganz auf Deutsch geschrieben, war der erste Schritt zu einem Nachrichtenangebot, das wohl jeder Deutsche und jede Deutsche kennen sollte – die gute alte Tagesschau, die zu berichten wußte, daß irgendwas nicht >>> stimmte im Staate Schweden, so über Nacht und überhaupt. Einmal mehr frage ich mich, was um Himmels Willen in Schweden eigentlich reif für die Nachrichten ist und was sang- und klanglos in den Wind geschossen wird. Eine Antwort schuldet es mir noch, das böse Internet, das schwedische natürlich, die Nachrichtenseiten selbstverständlich.

PS. Wie durch ein Wunder (ich übertreibe maßlos) war meine Seite hiervon nicht betroffen – was vielleicht daran liegt, daß der Server in Dänemark steht?