aufgesammelt nr. 246

Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft – keinen größeren Reichtum, keine größere Freude.

Epikur von Samos [Griechischer Philosoph]

Epikur hatte eine noble Idee, mir jedoch der Glaube fehlt. Ich meine, es ist das erste mal, daß ich den Weisen die Rote Karte zeige, und der Realität gegenüberstehend feststelle: Wer braucht Freunde?

aufgesammelt nr. 244

In meinem Hirne rumort es und knackt,
Ich glaube da wird ein Koffer gepackt,
Und mein Verstand reist ab – o wehe –
Noch früher als ich selber gehe.

Christian Johann Heinrich Heine, besser bekannt unter Heinrich Heine (dt. Schriftsteller, Dichter und Journalist). Heinrich Heine’s sämmtliche Werke, Volume 4. Vierter Band. Wintermärchen, Atta Troll, Romanzero, Neueste Gedichte. Verlag von John Weik & Co., Philadelphia, 1859, >>> S. 314.

Paßt im Moment völlig. Was würde mein Hirn in diesem Moment nur ohne Heine machen? [Sich wahrscheinlich selbst auf die Schippe nehmen.]

aufgesammelt nr. 243

Wer sich viel über Undankbarkeit beschwert, ist ein Taugenichts, der niemals aus Menschlichkeit, sondern aus Eigennutz andern gedient hat. Wenn man es für eine Schuldigkeit hält, zur Glückseligkeit der Menschen, so viel man kann, beizutragen, so wird man sich nicht darum bekümmern, was die Gutthaten für eine Würkung auf der andern Gemüther, in Absicht unser hervorbringen. Ein ehrlicher Mann kann nicht einmal auch nur den bloſsen Gedanken leiden, daſs jemand gegen ihn undankbar sey.

Ewald Christian von Kleist. In: Ewald Christian von Kleist’s sämtliche Werke nebst des Dichters Leben aus seinen Briefen an Gleim. Herausgegeben von Wilhelm Körte. Johann Friedrich Unger Verlag, 1803, Berlin. S. 136 f.

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